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Bundesweite Protestaktionen zum internationalen Hurentag (2. Juni)

Am 2. Juni 2016 – ausgerechnet dem Internationalen Hurentag – wird im Bundestag das „Prostituiertenschutzgesetz“ besprochen.

Unser lautstarker, anhaltender und gut begründeter Protest gegen das Gesetz wurde bis jetzt von den Politiker*innen ignoriert – aber wir lassen nicht locker!

Proteste und Aktionen finden statt in

  • Berlin: „MEIN KÖRPER, MEIN BETTLAKEN, MEIN ARBEITSPLATZ“ – 11:00 Uhr vor dem Bundestag (zwischen Louise-Schröder-Haus und Bundestag)
  • Hamburg: 15:00 – 17:00 Uhr “Registrierungsbehörde mit Hurenausweisen” am Hans Albers-Platz. 17:30 Uhr Filmvorführung “Sexarbeiterin” im B-Movie, Brigittenstrasse 5. Anschließend Zeit für Publikumsfragen und Diskussion mit mehreren Sexarbeiterinnen.
  • Hannover: 10:00 – 13:00 Uhr “Registrierungsbehörde mit Hurenausweisen” am Kröpke
  • Rostock: Meine Nachbarin ist Sexarbeiterin! 19:00 Uhr Filmvorführung “Sexarbeiterin”, 20:30 Uhr Publikumsgespräch mit Sexarbeiterinnen und Experten aus Fachberatungsstellen. LiWu, Friedrichstrasse 23.

Weiterführende Links:

Stellungnahme des BesD zum Entwurf des Prostituiertenschutzgesetzes

Offener Brief von Dona Carmen zum 2. Juni – Appell an Bundestagsabgeordnete: „Rechte und Respekt für Sexarbeit – Keine Zustimmung zum Prostituiertenschutzgesetz!“

Aufruf zum Protest in Berlin: Internationaler Hurentag gegen den Entwurf des ProstSchG

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Liebe Kolleg_innen!

Am 2. Juni, dem Internationalen Hurentag, kommt der Entwurf des ProstituiertenSchutzGesetzes (ProstSchG) in die 1. Lesung des Bundestags. Wir wollen uns das nicht gefallen lassen. Ausgerechnet an dem Tag, der symbolisch für unsere Rechte steht, wird über einen Gesetzesentwurf diskutiert, der unsere Menschenrechte so sehr mit Füßen tritt.

Was bedeutet es für uns Prostituierte, wenn dieses Gesetz kommt?
1. Wir müssten uns alle 2 Jahre als Huren registrieren lassen.
2. Wir müssten jedes Jahr zu einer Gesundheitsberatung gehen.
3. Wir wären dazu gezwungen, alle Praktiken mit Kondom anzubieten.
4. Sehr viele und gute Arbeitsplätze werden schließen müssen. Besonders kleine, selbstgeführte Bordelle hätten keine Chance.

Am 2. Juni wird noch ein 2. Gesetzesentwurf im Bundestag diskutiert: Zur Bekämpfung des Menschenhandels und zum Schutz seiner Opfer. Dort soll ganz neu die Straftat “Zwangsprostitution” definiert werden, aber auch die Freierbestrafung von Menschenhandelsopfern eingeführt werden. Geht es dabei vielleicht um die allgemeine Freierbestrafung (ähnlich dem Schwedischen Modell), die durch die Hintertür eingeführt werden soll?

Deshalb kommt am 2. Juni um 11 Uhr zum Bundestag (zwischen Louise-Schröder-Haus und Bundestag). Bringt ein Bettlaken mit: Wir bilden eine Menschenkette unter dem Motto “MEIN KÖRPER, MEIN BETTLAKEN, MEIN ARBEITSPLATZ”

Facebook-Link – bitte teilen!


Dear colleagues!

On June 2nd, *International Sex Workers Day*, the first hearing of the draft of the German “Prostitutes Protection Bill” will take place in Berlin, in Parliament (Bundestag). We wont just let that go by swiftly. Of all days, the very one that is symbolic to our fights for rights was picked – in order to discuss a law proposal that would just trample on our rights.

What does it means for sex workers, if the law is passed?

1. We will have to get registered as whores every two years
2. We will have to attend mandatory health counselling every year
3. We will be forced to do all our services with a condom
4. Many good and safer workplaces will be shut – mostly small, self organised brothels or flats.

On June 2nd another law will be discussed, to fight trafficking and protect its victims. A new crime, “forced prostitution” will be defined, and with it, the criminalisation of clients of victims of trafficking. Is this not going in the direction of criminalising our clients, as in the Swedish model?

Therefore, please join us in front of Parliament (between Louise-Schröder-Haus and Bundestag) in Berlin at 11am

Bring a sheet with you: we will build a human chain along with the slogan: MY BODY, MY SHEET, MY WORKPLACE

Facebook link – please share!


Liebe Verbündete!

Am 2. Juni – ausgerechnet dem Internationalen Hurentag – wird im Bundestag das “Prostituiertenschutzgesetz” besprochen.

Unser lautstarker, anhaltender und gut begründeter Protest gegen das Gesetz wurde bis jetzt von den Politiker*innen ignoriert – aber wir lassen nicht locker!

Kommt um 11 Uhr vor den Deutschen Bundestag, bringt ein Betttuch mit und zeigt mit Eurer Teilnahme an der Menschenkette, dass Ihr das ProstSchG ablehnt.

Wir als Sexarbeiter_innen brauchen Eure Unterstützung:

Als Datenschützer_innen,

weil die Registrierung als Sexarbeiter_innen niemals sicher vor Datenklau sein kann. Sensible Daten, die sich z. B. auf Sexualität beziehen, dürfen/ sollen nicht gespeichert werden. Und in vielen Ländern ist Sexarbeit strafbar und führt direkt ins Gefängnis.

Als Menschenrechtler_innen,

weil dieses Gesetz statt zu entkriminalisieren dazu führen wird, dass viele Sexarbeiter_innen hohe Strafen zahlen müssen. Weil man nicht bei konsensuellem Sexualleben vom Gesetz anders, schlechter behandelt werden sollte. Und weil Ausbeutung in der Prostitution nicht durch Repression verhindert wird.

Als Feminist_innen,

weil dieses Gesetz gerade die Lage von vulnerablen Sexarbeiter_innen nicht verbessern kann. Damit ist das Argument des Schutzes nur ein leeres Versprechen. Sexarbeiter_innen brauchen Empowerment. Während
sozio-ökonomische Ungleichheiten weltweit bekämpft werden müssen. Bezogen auf Sexarbeit in Deutschland sollte Peer-Arbeit gefördert werden, statt dröge den Behörden zu vertrauen.

Als Gewerkschafter_innen,

weil Sexarbeiter_innen ebenso zum arbeitenden, steuerzahlenden Teil der Bevölkerung gehören. Dieses Gesetz führt keine Arbeiter_innenrechte ein – im Gegenteil: Die Arbeitskämpfe von Sexarbeiter_innen wurden bei diesem Gesetzesentwurf von den Politiker_innen mit Füßen getreten. Das darf nicht sein.

Lasst uns gemeinsam dafür aufstehen, dass Sexarbeiter_innen nicht unter einem nutzlosen, ungerechten Gesetz leiden müssen.

Verbündet Euch mit uns, damit die Stimme von Sexarbeiter_innen auch von den Politiker_innen gehört und ernst genommen werden muss.

Protest gegen das “Prostituiertenschutzgesetz” vor dem Kanzleramt

Sexarbeiter_inne und Aktivist_innen protestieren gegen das "Prostituiertenschutzgesetz"
Protest gegen das geplante “Prostituiertenschutzgesetz”

Berlin, 23. März 2016. Sexarbeiter_innen und Aktivist_innen protestieren vor dem Kanzleramt:

Wir, Sexarbeiter_innen und Aktivist_innen rufen die Minister auf im Kabinett gegen den Entwurf des Prostituiertenschutzgesetzes zu stimmen.

Die Einführung des ProstSchGs würde Prostituierte nicht schützen, sondern schaden. Wir lehnen vor allem die Registrierung von Sexarbeiter_innen ab. Die Einbindung von Sexarbeiter_innen im Vorfeld des Gesetzesentwurfs war mangelhaft! Deswegen muss dieser Gesetzesentwurf auf Eis gelegt werden. Für sinnvolle Gesetze im Bereich Sexarbeit müssen wir Sexarbeiter_innen besser beteiligt werden! Wir brauchen Entkriminalisierung, die Aufhebung aller Sperrbezirke und die Finanzierung von Bildung von Sexarbeiter_innen für Sexarbeiter_innen.

Forderungen der Aktivist_innen
Forderungen der Aktivist_innen

Weiterführende Links:

Stellungnahme des BesD zum Entwurf des Prostituiertenschutzgesetzes

Experten kritisieren Gesetzesentwurf beim 2. Sexarbeits-Kongress

Sexarbeiter_innen boykottieren geplante Registrierungspflicht

Spenden für unser #Allroundtalent

Wir brauchen dringend kompetente Unterstützung für unsere ehrenamtliche Arbeit im Verein und glauben, dass es nicht mehr ohne eine bezahlte Stelle geht. Wir wollen die Finanzierung dieser Stelle für mindestens ein Jahr sichern, damit wir anfangen und tatsächlich jemanden einstellen können.

Daher starten wir nun einen Spendenaufruf. Helfen Sie uns, unser Ziel von 19200€ (1600€/Monat) zu verwirklichen und zahlen Sie einmalig oder besser regelmäßig eine kleinere oder größere zweckgebundene Spende auf unser Vereinskonto ein. Der Betreff für diese Aktion lautet #Allroundtalent.

DE49‧1005‧0000‧0190‧2908‧62 | BELADEBEXXX
Landesbank Berlin – Berliner Sparkasse

Wenn Sie Fragen haben oder weitere Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte an Johanna Weber (johanna[AT]berufsverband-sexarbeit.de).

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Stellenausschreibung

Wir suchen…..

Ein Allroundtalent mit guten Nerven

Sie sind….
auch dann noch freundlich und gelassen, wenn um Sie herum das Chaos tobt.
Sie haben…
auch bei einem vollgepackten Schreibtisch immer den Überblick.
Sie sind….
neugierig und kreativ, dabei aber auch zuverlässig und vorausschauend – kurzum:
Sie sind
Unser Fels in der Brandung.

Wir sind …
ein noch junger, aufstrebender Berufsverband in der Selbstfindungsphase.
Alle außer Ihnen arbeiten ehrenamtlich – und Sie sind für uns alle Drehscheibe, Knotenpunkt und Anlaufstelle für alle administrativen Aufgaben.
Sie betreuen unsere Mitglieder, verwalten unsere Adressen und Kontakte, organisieren Besprechungen, führen Protokoll, helfen uns bei der Planung und Durchführung von Aktionen –
und haben unsere Ziele fest im Blick.

Sie sind
erfahren in Bürotätigkeiten aller Art, inklusive vorbereitender Buchhaltung,
verfügen über gute Deutsch- und möglichst auch Englischkenntnisse.
Und sie sind zuverlässig und teamfähig.

Wir bieten Ihnen einen Teilzeitjob (20 Wochenstunden – 1300€ brutto).
Bewerber_innen jenseits des konventionellen Spektrums, insbesondere ehemalige oder aktive Sexarbeiter_innen, werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt.

Aufruf zur Frauen*Kampftag-Demo am 6. März in Berlin

Hurenrechte sind Frauenrechte sind Menschenrechte! Wir Sexarbeiterinnen gehen mit beim Internationalen Frauentag.

Wir wollen selber bestimmen: wann wir Sex haben – mit wem wir Sex haben – ob wir dafür Geld nehmen oder nicht.

Wir kämpfen für unser Recht auf Arbeit wie andere Selbständige und FreiberuflerInnen auch.

Und wir wehren uns –
gegen Stigmatisierung
gegen staatliche Total-Überwachung
gegen jede Reglementierung die uns an der Ausübung unseres Berufes hindert.

Wir fordern
Respekt
Akzeptanz
Empowerment

und das Recht auf Bildung und Ausbildung!

Wer heute die Rechte der Huren angreift, wird morgen auch vor denen der “anständigen” Frauen nicht halt machen – heute wir – morgen Ihr!

Infos, Aufruf und Route: www.frauenkampftag.eu

Flyer neu A 5

OFFENE FACHTAGUNG „Sexarbeit im Zeichen des ProstituiertenSchutzGesetzes“

2. – 4. März 2016
Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Hamburg

Der Sexarbeits-Kongress bietet eine rationale Basis, um beim öffentlichen und politischen Diskurs auf den aktuellen Stand zu kommen und in die Tiefe gehen zu können. Es geht um die zu erwartenden Auswirkungen des neuen Gesetzes und ein Umgehen damit.

2. März 2016: Politik-Tag
Schwerpunkt: aktuelle politische Ergebnisse zum ProstituiertenSchutzGesetz (ProstSchG) und Auswirkungen
– Vorträge
– abends Filmvorführung “Die Sexarbeiterin”
Zielgruppe: öffentlich

3. März 2016: Fachtagung

– Workshops und Themengruppen
– abends Stadtteilrundgang Hamburg St. Georg
Zielgruppe: Fachpublikum und Interessierte Öffentlichkeit

4. März 2016: Mitglieder Tag
Zielgruppe: Mitglieder bei bufas, BesD, Forscher*innen (Gäste sind jeweils willkommen)

Programm und Anmeldung unter sexarbeits-kongress.de

Übersetzer gesucht

Der BesD sucht Menschen die Lust haben uns zu unterstützen, indem sie ehrenamtlich diverse Texte von uns in andere Sprachen übersetzen, so dass wir Informationen auch für Sexarbeiter_innen anderer Nationen bereit stellen können.

Gesucht werden vor allem Menschen, die folgende Sprachen beherrschen:

  • englisch
  • polnisch
  • ungarisch
  • bulgarisch
  • rumänisch
  • russich
  • französisch
  • spanisch
  • italienisch
  • etc

Wenn Sie sich angesprochen fühlen und gerne helfen möchten, wenden Sie sich bitte an tanja@berufsverband-sexarbeit.de

17. Dezember: Internationaler Tag gegen Gewalt gegen Sexarbeiter_innen

ICRSE – SWAN – TAMPEP – gemeinsame Erklärung

Auszug:

Auch in diesem Jahr am 17. Dezember, dem internationalen Tag gegen Gewalt gegen Sexarbeiter_innen, organisieren Sexworker und Verbündete aus Europa und Asien, Mitglieder von ICRSE, SWAN und TAMPEP, öffentliche Veranstaltungen und Demonstrationen, um ein Ende aller Formen von Gewalt gegen Sexarbeiter_innen zu fordern.

Zu diesem Datum startet auch das Projekt INDOORS die Kampagne „Verschiedene Berufe. Gleiche Rechte.“ (Facebook-Link) für die Arbeitsrechte von Sexarbeiter_innen, um Stigmatisierung und Gewalt gegen Sexarbeiter_innen zu bekämpfen:

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