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Geschenk zum Hurentag: Kaufmich unterstützt BesD mit Spendenaktion

Virtuelles Geschenk von Kaufmich.com

Kaufmich.com aktiviert virtuelles Geschenk zum Hurentag – ein Drittel der Einnahmen geht an die Spendenkasse des Berufsverbands für Sexworker.


Viele von uns verbringen während der Corona-Krise mehr Zeit im Internet als üblich, weshalb Online-Kontakte an Wichtigkeit gewonnen haben. Erotische und sexuelle Dienstleistungen sind ebenfalls vermehrt im Netz zu finden und auch der virtuelle Kontakt zwischen Sexarbeiter*innen und ihren Kund*innen hat zugenommen.

Online-Dienstleistungen werden wichtiger

Im Berufsverband tauschen wir uns intensiv über aktuelle Probleme und alternative Geschäftsmodelle aus. Inzwischen orientieren sich viele Kolleg*innen gerade in Richtung Online-Sexwork.

-> Kaufmich.com ist eine in Deutschland von sowohl Sexarbeiter*innen als auch Kund*innen gerne genützte Plattform. Wie in anderen Foren, stehen den Usern hier “virtuelle Geschenke” zum Kauf zur Verfügung.

Virtuelle Geschenke sind kleine Bilder, die das Profil der Beschenkten verschönern und zusätzlich für ein Lächeln sorgen. Teddys, Rosen und Küsschen, ebenso wie Kondome und Lollypops stehen zur Auswahl. Diese werden zur Kontaktaufnahme eingesetzt, sind augenzwinkernde Interessens-Bekundungen oder einfach kleine Komplimente eines Verehrers oder einer Verehrerin.

Corona trifft Sexarbeiter*innen hart

Online-Kommunikation macht Spaß und Sexarbeit am Laptop hat seinen Reiz. Trotzdem ist klar: Die Corona-Zeit macht das Leben für die meisten Sexarbeiter*innen gerade verdammt schwer. Die Einnahmen von normalen Treffen brechen weg. Das Risiko der Arbeitsausübung ist ebenfalls gestiegen. Dienstleister*innen und Kund*innen sind durch die Krise verunsichert und wissen nicht, wie es weitergeht.

Die Plattform Kaufmich.com unterstützt zum diesjährigen Hurentag die Arbeit des BesD mit einer besonderen Geschenk-Aktion. Das Symbol, das ab 2. Juni einen Monat als virtuelles Geschenk auf der Plattform zum Kauf erhältlich ist, zeigt einen Händedruck, der die Solidarität mit Sexarbeiter*innen bildlich darstellt. Von jedem Verkauf geht ein Drittel an die Spendenkasse des Berufsverbands.

Geschenk von Kaufmich.com

Austausch und Workshops beim BesD

Die BesD-Community steht auch in Corona-Zeiten deutschlandweit im Austausch. Unsere Mitglieder treffen sich im eigenen Forum, dazu in unserer Telegram-Gruppe und auch in Videochats. Wir veranstalten Online-Workshops von Sexworkern für Sexworker: Hier können Kolleg*innen neue Fähigkeiten lernen, ihr Wissen auffrischen und somit ihr Angebot an die derzeitige Situation anpassen.  –> Hier erfährst Du mehr zu einer Mitgliedschaft beim BesD. 

Du bist selbst nicht in der Sexarbeit tätig, möchtest aber den Berufsverband unterstützen? Dann wirf einen Blick auf unsere neue Fundraising-Aktion –> “Meet a Sexworker”.

TAMPEP fordert Schutz für migrantische Sexarbeiter*innen in der Corona-Krise

Das Europäische Netzwerk für die Rechte und Gesundheit Migrantischer Sexarbeiter*innen (TAMPEP) ist in höchster Alarmbereitschaft. Die Pandemie ist für alle besorgniserregend – doch für migrantische Sexarbeiter*innen und Sexarbeiterinnen im Allgemeinen sind deren Auswirkungen bereits jetzt katastrophal.

Migrant*innen und bereits von Armut betroffenen Menschen in der Sexarbeit haben trotz der jetzigen Krise nach wie vor vor nur mangelhaften Zugriff auf öffentliche und staatliche Mittel und Schutzmaßnahmen. Ihnen droht vielerorts der Verlust ihrer Existenzgrundlage und Obdachlosigkeit, außerdem herrscht eine berechtigte Angst vor der Durchsetzung von Einwanderungsbestimmungen. 

Es ist wichtig, weiterhin die Strukturen in Frage zu stellen, die migrantischen Sexarbeiter*innen den Zugang zu finanzieller, gesundheitlicher und sozialer Unterstützung – die anderen zur Verfügung steht – verwehren. Im Licht der Corona-Krise ruft TAMPEP Regierungen in ganz Europa dazu auf,  folgenden dringenden Maßnahmen für den Schutz migrantischer Personen nach zu kommen:


  • Gewährleistung des Zugangs zur Gesundheitsversorgung

–  die Aufhebung aller anfallenden Gebühren betreffend der Gesundheitsversorgung
–  die sofortige Aussetzung des Datenaustausches mit Einwanderungsbehörden und anderen Strafverfolgungsbehörden
–  eine öffentliche Informationskampagne, die vermittelt, dass Gesundheitsleistungen für alle Migrant*innen und alle potentiell kriminalisierten Communities verfügbar und sicher zugänglich sind
  • Gewährleistung des Zugangs zu allen wesentlichen öffentlichen Dienstleistungen

– Aussetzung von Rechtsklauseln, die migrantischen Personen den Zugriff auf öffentliche Mittel, z.B. für Obdachlosenhilfe oder die Zuweisung von Sozialwohnungen verwehren ( No Recourse to Public Funds, NRPF)
–  Fachliche Unterstützung sowie Zugang zu medizinischen Dienstleistungen und Tests für in Gemeinschaftsunterkünften untergebrachte Personen, darunter viele migrantische und Wander-Sexarbeiter*innen, die aufgrund der Schließung ihrer Arbeitsplätze obdachlos geworden sind
–  Gewährleistung, dass niemand der versucht, Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen und Gesundheitsversorgung zu erhalten, für die Ausübung kriminalisierter Arbeit bestraft wird
  • Verlängerung oder Anpassung von Aufenthaltsbestimmungen und Visa

–  Gewährleistung, dass niemand aufgrund von Selbstisolation oder Reisebeschränkungen wegen Verstößen gegen das Aufenthaltsrecht bestraft wird
–  Freilassung aller Personen, die derzeit aufgrund von Einwanderungsverboten inhaftiert sind – dies verringert außerdem das Risiko, dass COVID-19 in die Haftanstalten gelangt und vermeidbare Schäden verursacht
  • Sicherstellung, dass alle Personen, die auf Einkommen aus der Sexarbeit angewiesen sind, in finanzielle Nothilfemaßnahmen mit einbezogen werden – unabhängig von den jeweiligen Sexarbeit betreffenden Gesetzen.


Die Zusammenarbeit von Sexworker-Organisationen, Aktivist*innen, Verbündeten und Menschenrechtsorganisationen im Kampf gegen das Corona-Virus, sehen wir als ein wichtiges Zeichen der Widerstandsfähigkeit und Verbundenheit unserer Community in Krisensituationen. Es ist ebenso wichtig, dass weiterhin über die nationalen und internationalen Auswirkungen der Pandemie auf Sexarbeiter*innen, sowie die Unterstützungsbemühungen der von Sexarbeiter*innen geleiteten Organisationen berichtet wird.

Gerade jetzt hängt das Überleben vieler Menschen von unserer Fähigkeit ab, diejenigen unter uns zu schützen, die Schutz am nötigsten haben.

Mit einem gleichberechtigten Zugang für alle zu öffentlicher und staatlicher Unterstützung können wir die Auswirkungen von COVID-19 gemeinsam verringern.  Mehr denn je ist es daher jetzt an der Zeit, uns zusammen zu schließen und den Forderungen nach dem Schutz von Migrant*innen und migrantischen Sexarbeiter*innen Nachdruck zu verleihen.


Quelle: Migrants Sex Workers Rights in Light of Coronavirus (20.03.2020)

ICRSE zu Corona: „Sexarbeiter*innen sind nicht das Problem, wir sind Teil der Lösung“

Das Europäische Netzwerk für die Rechte von Sexarbeiter*innen (ICRSE) fordert die nationalen Regierungen auf, dringend zu handeln, um sicherzustellen, dass Sexarbeiter*innen zusammen mit ihren Familien und Gemeinschaften während der COVID-19-Pandemie Zugang zum sozialen Sicherheitsnetz haben.

Diese Pandemie zeigt mit äußerster Dringlichkeit, wie Sexarbeiter*innen unter prekären Umständen ins Abseits und an den Rande der Gesellschaft gedrängt werden. Im Gegensatz zu anderen Arbeitnehmern können viele Sexarbeiter*innen auf keinerlei Schutz und Unterstützung zählen.

Während immer mehr Länder Sperren, Quarantäne und Reisebeschränkungen verhängen, verlieren viele Sexarbeiter*innen den größten Teil oder ihr gesamtes Einkommen. Sie sind dadurch finanziellen Schwierigkeiten, erhöhter Verwundbarkeit, Armut oder Obdachlosigkeit ausgesetzt. Dass Sexarbeit in vielen Ländern kriminalisiert wird bedeutet auch, dass viele Sexarbeiter*innen nicht die Möglichkeit haben, auf das soziale Sicherheitsnetz zurück zu greifen, das für andere Arbeitnehmer sehr wohl vorgesehen ist, z. B. Krankengeld.

Viele Sexarbeiter*innen kommen aus Gemeinschaften, die bereits einem hohen Grad an Marginalisierung und sozialer Ausgrenzung ausgesetzt sind. Dazu zählen in Armut lebende Menschen, Migrant*innen, Flüchtlinge, Transsexuelle und Drogenkonsument*innen.

Gerade Sexarbeiter*innen ohne alternative Unterstützungsmöglichkeiten, die in ihrer Familie die Hauptverdiener sind, kämpfen jetzt um ihr Überleben. Sie sind in Gefahr, in noch unsicherere und gefährlichere Situationen gezwungen zu werden.

Sexarbeiter*innen in verschiedenen europäischen Ländern berichten von:

  • Drastischen Einkommensverlusten
  • Schließung von Arbeitsplätzen
  • Mangel an finanziellen Mitteln zur Deckung der Grundbedürfnisse, zur Unterstützung von Familienmitgliedern und Angehörigen
  • Unmöglichkeit, Zugang zu öffentlichen Gesundheitsdiensten zu erhalten, die ihre Aktivitäten eingestellt oder eingeschränkt haben
  • Erhöhter Druck, während der Arbeit Risiken einzugehen, um das Einkommen zu sichern

Der ICRSE befürwortet die Bemühungen der Regierungen, die Übertragung des Virus zu kontrollieren. Doch wenn Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit eine der am stärksten marginalisierten Gruppen nicht berücksichtigen, gefährdet dies den Gesamterfolg dieser Bemühungen.  

Der ICRSE fordert von den Regierungen:

  • Sofortige, angemessene und leicht zugängliche finanzielle Unterstützung in der Krise
  • Ein Stopp der Zwangsräumungen und die Bereitstellung von Notunterkünften
  • Die Bildung eines Schutzschild zwischen Einwanderungsbehörden und Gesundheitsdiensten – zum Schutz von Sexarbeiter*innen ohne Papiere, die medizinische Versorgung benötigen
  • Zugang zur Gesundheitsversorgung für alle Sexarbeiter*innen, unabhängig von ihrem Einwanderungsstatus

Diese beispiellose Krise erfordert eine sinnvolle Zusammenarbeit zwischen allen Bereichen der Gesellschaft, einschließlich den am stärksten ausgegrenzten. Alle Maßnahmen im Zusammenhang mit Sexarbeit müssen . auf den Grundsätzen der öffentlichen Gesundheit und der Menschenrechte beruhen und  in Absprache mit Sexarbeiter*innen und ihren Vertretungen entwickelt werden, um negative Auswirkungen gering zu halten.

Bei Sofortmaßnahmen und Hilfsmaßnahmen müssen die Regierungen sicherstellen, dass sie auch die Arbeitnehmer*innen erreichen, die aus dem offiziellen Wirtschaftsleben ausgeschlossen sind. Nur durch die Einbeziehung von Sexarbeiter*innen haben Regierungen die Chance, die Pandemie zu begrenzen und schließlich auch zu beenden.

 


Quelle: Erklärung zu Covid-19 und seinen Auswirkungen auf Sexarbeiter*innen —> “COVID19 ICRSE STATEMENT” (18.03.2020)

Unterstützung und Netzwerk für Stripper*innen: Alles rund um das neue Berlin Strippers Collective

Wer sind wir?

Wir sind eine Gruppe von Tänzer*innen, die neben- oder hauptberuflich im Bereich erotische Dienstleistung tätig sind und unseren Hauptarbeits- und Wohnsitz in Berlin haben. Mit dem BSC wollen wir ein Unterstützungsnetzwerk für Stripper*innen aufbauen und den Austausch unter Kolleg*innen fördern. Bisher sind die meisten von uns Migrant*innen, die schon in verschiedenen europäischen Städten gearbeitet haben. Bei der Gründung des BSC haben wir uns vom Erfolg des –> East London Strippers Collective inspirieren lassen – übrigens teilen wir auch ein Gründungsmitglied mit den englischen Kolleg*innen.

Warum haben wir uns zusammengeschlossen?

Die persönlichen Hintergründe, die Kolleg*innen in diesem Bereich mitbringen, sind vielfältig: Da gibt es die Studentin aus Süddeutschland, die ihre frivole Seite ausleben und dabei ihre Rechnungen zahlen möchte. Da ist die Künstlerin aus Australien, die sich durch das Strippen ihren Freiraum für andere Projekte finanziert. Die Ur-Berlinerin, die unter der Woche eine Ausbildung als Bürokauffrau macht und am Wochenende im Stripclub arbeitet, um ihr Einkommen aufzustocken. Die junge Mutter aus Rumänien, die jeden Monat ihre Einnahmen nach Hause schickt, um ihre Familie zu unterstützen.

Wir sind alle unterschiedlich, doch wir haben auch viel gemeinsam: Als Sexarbeiter*innen werden wir gerne von der Gesellschaft übersehen oder von den Medien in schlechtem Licht dargestellt. Viele von uns müssen ihre Arbeit im privaten Umfeld verstecken.

Leider ist der Austausch unter den Tänzer*innen in der Berliner Striptease-Szene bisher gering. Mit dem BSC wollen wir das ändern! Jeder und jedem von uns kann das Gefühl von Gemeinschaft, Solidarität und Unterstützung untereinander helfen. Indem wir uns austauschen und zusammen halten, können wir unsere Stimme in der Gesellschaft hörbar machen und für die Verbesserung unserer Arbeitsbedingungen und die Akzeptanz von Menschen aus der Sex- und Erotikarbeit kämpfen.

Was sind unsere Ziele?

  • Eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Stripclubs und Tabledancebars
  • Akzeptanz und Entstigmatisierung unserer Tätigkeiten
  • Die Anerkennung von Striptease – nicht nur als Arbeit, sondern auch als Kunst!
  • eine stärkere Vernetzung untereinander: z.B. für Erfahrungsaustausch, Diskussion von Arbeitsweisen, Austausch über zusätzliche oder unabhängige Einkommensquellen, hilfreiche Tipps & Tricks für Einsteiger*innen usw.
  • gemeinsame Aktionen und Treffen
  • eine Plattform für Unterstützung und hilfreiche Angebote für Stripper*innen

Erste Initiativen des BSC

  • Life Drawing Sessions / Mal-Abende 

Seit seiner Gründung veranstaltet das BSC regelmäßige “Life Drawing Sessions”, Mal-Gelegenheiten der besonderen Art für Künstler*innen und alle, die gerne Menschen live zeichnen. Ob wir im klassischen Stripclub oder im queer-feministischen Nachtclub waren – das Echo auf die Aktion war jedes Mal extrem positiv. Ein BSC-Mitglied tanzt dabei an der Stange, während Kolleg*innen verschiedene Posen vorschlagen und zwischen den zeichnenden Gästen und ihrem Modell vermitteln. Zum Schluss inszeniert die Tänzerin oder der Tänzer einen Lapdance, der ebenfalls auf Zeichenpapier gebannt werden darf.

Die bisher sieben Veranstaltungstermine waren gut besucht und haben eine Menge Student*innen der Universität der Künste angelockt, die normalerweise wahrscheinlich eher selten in Kontakt mit Stripper*innen kommen – ein erster Erfolg in Sachen Sichtbarkeit und gesellschaftliche Akzeptanz. Aufgrund der Corona-Krise planen wir gerade, weitere Termine über Online-Streaming anzubieten. Sobald es so weit ist, —> findet ihr hier mehr.

  • “Ask a Stripper” – Öffentliche Fragerunden

Seit seiner Veröffentlichung verbreitet der Hollywood-Film „Hustlers“ (2019) leider jede Menge negative Stereotype über Stripperinnen. Dem wollten wir entgegenwirken: Als der Film in Deutschland ins Kino kam, wurde das BSC von verschiedenen Kinos in Berlin eingeladen. Unsere Mitglieder standen nach den Vorführungen für offene Fragerunden im Publikum bereit, unter anderem auch im Soho House Berlin anlässlich des Internationalen Frauentags. So konnten wir zumindest einigen Kino-Besucher*innen ein realitätsnäheres Bild unserer Tätigkeit vermitteln, Stigmatisierung entgegenwirken und unsere Arbeit auch ein Stück weit “ent-sensationalisieren”. Motto: Sprecht mit uns, nicht über uns! 🙂

Weitere Aktionen sind bereits in Arbeit …

  • Vernetzung mit Veranstalter*innen in der Musik- und Partyszene

Ein wichtiges Thema im BSC ist der Zugang zu vielfältigeren und unabhängigen Einkommensquellen. Viele Stripper*innen tolerieren mangels Alternativen die teilweise schlechten Arbeitsbedingungen in der Branche. Einige von uns fahren hingegen bereits “mehrgleisig” und sind auch in Betrieben außerhalb der klassischen Sexarbeit, zum Beispiel in Szeneclubs wie dem Kit Kat Club oder dem Kater Blau tätig. Der BSC will sich als Anlaufpunkt für verschiedene Veranstalter*innen und Clubs etablieren und unseren Mitgliedern die Sicht für Arbeitsmöglichkeiten außerhalb des “klassischen” Stripclubs ermöglichen.

  • „Pop Up-Stripclub“

Die Idee ist, per spontan entstehendem Stripclub einem vielfältigeren Publikum das Stripclub-Konzept  und unsere Arbeit näher zu bringen. Langfristig suchen wir nach Wegen, einen Arbeitsplatz nach unseren eigenen Regeln zu realisieren: Ein Raum wo Kreativität und Innovation willkommen sind und Tänzer*innen, die das wollen, auch in unternehmerische Entscheidungen eingebunden sein können.

  • Gemeinsame Aktionen mit dem Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen

Sobald die Coronakrise vorbei ist und wir Menschen uns wieder persönlich näher kommen können, wünscht sich das BSC eine baldige Vernetzung und Zusammenarbeit mit dem BesD. Manche unserer Mitglieder sind auch in anderen Bereichen der Sexarbeit tätig oder daran interessiert. Obwohl reine Stripperinnen zum Beispiel nicht direkt nicht vom Prostituiertenschutzgesetz betroffen sind, verstehen viele von uns sich als Sexarbeiter*innen. Wir alle verkaufen erotische und sexuelle Fantasien – dass wir dies auf unterschiedliche Art und Weise tun, sollte uns nicht davon abhalten, zusammen zu halten!

Updates zum BSC

Hier  geht es —> zu unserer Website und —> Blogbeiträgen unserer Mitglieder. Um keine Neuigkeiten zu verpassen, kannst du hier  —> unsere Facebook-Seite abonnieren.

 


Dieser Beitrag stammt aus der Feder der Berliner Sexarbeiterin Trixie. Sie ist als Beirätin für Forschung & Wissenschaft im Berufsverband tätig und seit letztem Herbst auch Gründungsmitglied des —> Berlin Strippers Collective (BSC).

(c) Titelbild:  Ida Marie Tangeraas

09.04. | Corona-Virus: What Sex Workers (and Everyone Else) Should Be Aware of Now

A. The corona-virus in Germany

  • The risk to the health of the general population currently estimated by Robert Koch Institute: high
  • The risk to the health of people belonging to risk groups currently estimated by Robert Koch Institute: very high
  • Number of confirmed infections in Germany: 108.202
  • Number of confirmed deaths  due to Corona in Germany: 2.107

—> Daily updated case numbers in the federal states and worldwide.


B. The situation for sex workers in Germany

Since mid-March, all prostitution facilities, brothels and similar establishments in Germany have been closed. According to the German government, all services close to the body that are not medically necessary are currently prohibited. In addition, many federal states and cities have explicitly banned all forms of prostitution. In our work we cannot keep a distance from our guests. Therefore the risk of infection is very high for us.

We understand that any kind of sex work with customer contact is prohibited until further notice.  The BesD e.V. recommends sex workers in Germany to temporarily stop any activities that bring them into physical contact with clients.

  • In the case of a violation of the current ban on prostitution, sex workers are threatened with disproportionately high fines – the BesD strongly opposes this. More about this in -> our press release.
  • The BesD has successfully initiated a lifting of the ban on overnight stays in brothels during the Corona period. More about this in -> our press release.
  • For sex workers* who fall through all safety nets and are not entitled to state aid, we have created the -> BesD Emergency Fund – you can find out more under “D. Financial Assistance”.

We know, of course, that many of our colleagues do not have sufficient savings and are urgently dependent on their income from sex work. Read more under “D. Financial Assistance”.

If you don’t see any other option and continue to meet customers in person, find a few tips to reduce your risk further down in this article under “E. Precautions”.


C. What is important to know now

As in other countries, we in Germany are currently trying to delay the spread of the virus with all our strength and a concerted effort from society. On the one hand, this is intended to protect people to whom the corona virus can be particularly harmful. On the other hand, it is essential to avoid overloading the health system as long as possible. The situation is serious.

The time gained will be used to develop protective measures for particularly vulnerable groups, increase treatment capacities and develop antiviral drugs and vaccines.

  • We don’t want to get sick ourselves.
  • We do not want our customers to get sick.
  • Together we want to protect people for whom an infection can be particularly dangerous. We work and live together with many of them.

Particularly at risk are people who:

  • have a chronic disease (e.g. cardiovascular diseases, diabetes and diseases of the respiratory system, liver and kidney as well as cancer)
  • are over 55 years old

Take special care, if you:

  • live together with people over 55 years old
  • live together with people suffering from chronic diseases

If you feel sick and suspect you’ve been infected:

Contact the health department in your area by telephone – regardless of whether you have health insurance or not. You can find the addresses and telephone numbers of the health departments at www.gesundheitsaemter-deutschland.de. Alternatively, you can also contact the hotline of the Independent Patient Advisory Service Germany or google your local Corona Hotline.

To reduce social contacts:

As part of the measures to restrict social contacts, citizens in Germany are required to reduce contacts with other people outside the members of their own household to an absolutely necessary minimum. Here you can find the current guidelines of the government. Stay at home if possible. 

Hygiene:

It is very important to practice good hand hygiene, cough and sneeze properly and to avoid close contact. The main transmission route of the viruses is happening via mucous membranes (mouth, nose, eyes) or indirectly via hands, which are then brought into contact with the mucous membranes. It helps to regularly wash your hands/use disinfectants and to avoid touching your own face. The most important tips for hygiene can be found at the website of infektionschutz.de (here is a direct download of information graphic in English).


D. Financial Assistance

The BesD is in close contact with counselling centres as well as local and national authorities. HERE you can find our constantly updated overview on state financial aid for sex workers.


If you are not entitled to basic income support or other state aid and are in an emergency situation:

Contact a counselling centre for sex workers in your town or region. They can refer you to the right places. You can find the addresses and telephone numbers of many of these counselling centres at www.bufas.net/mitglieder.

If state aid is not applicable, the counsellors can apply for a grant from the BesD Emergency Fund for you, or you can contact our team yourself via notfallfonds@besd-ev.de.

It does not matter whether you are registered, or what your residence status is. Neither a “whore passport” nor a membership with BesD is necessary to apply for help from our fund.


With a percentage of uninsured, already poor people and people without residence status, sex workers are hit particularly hard in the current crisis. Many of foreign sexworkers have been residing in brothels –  since their sudden closure, many of them are homeless. They cannot return to their home countries at the moment as there are entry stops and in most cases there is no money for an unplanned trip anyway.

We also have a high percentage of people in sex work, who have just enough money  to pay for food and rent. There is a percentage of survival sexwork.  Combining lack of a personal financial emergency fund and the lack of entitlement to state benefits means, that even now, as the crisis is coming to a head, some people still have to engage in sex work and look for customers on the street or on the internet. The poorest of the poor are in existential difficulties due to the current crisis. They need immediate financial help to secure housing and food. In the current situation, no sex worker should (have to) continue to work out of money pressure and thus endanger her- or himself and others!

Therefore we have created the BesD Emergency Fund. All donations go to sex workers in emergency situations, who are not entitled to state aid. Please follow THIS LINK or click on the picture below, to learn more on how you can help.


E. Precautions for sex workers

What sex workers, who see no other possibility than to meet customers in person, should be aware of:

  • Never accept clients with a cold, cough or other cold symptoms. If you notice that a customer has symptoms, decline the job.
  • Wash your hands thoroughly with soap for at least 30 seconds or use an antiviral disinfectant spray on your hands.
  • Ensure that each guest first washes their hands with soap for at least 30 seconds or, if necessary, uses an antiviral disinfectant spray on their hands.

F. Alternative earning opportunities

Webcamming, phone and direct chats as well as the sale of adult content (photos, videos) on platforms, where no physical contact takes place, are obvious choices within the industry. An exemplary selection of platforms are: adultwork, streamate, Big7, my dirty hobby, onlymevip, chaturbate, sexpanther or adulttime.

In our members’ forum we exchange information about alternative earning opportunities and support each other. Here you can fill out the membership application form easily, anonymously and online – we also have a free trial membership.


G. More information

If you can read German, you can find the daily updated information – as well as all currently available answers to questions about the coronavirus and how to deal with it – on these official sites: Government | www.infektionsschutz.de. There are english versions of all articles from the Robert Koch Institute. In this (german) podcast Christian Drosten, Head of Virology at the Charité hospital in Berlin, provides daily updates on new developments.

Difference to influenza and other viruses:

  • In contrast to seasonal influenza viruses, there is still no basic immunity to the new corona virus in the population.
  • A specific therapy or vaccination directed against the corona virus is not yet available.
  • More people can become infected more quickly.
  • Particularly vulnerable groups are protected neither by drugs nor by vaccination.
  • Depending on the spread of the infection, the available capacities and the countermeasures taken, a high burden on the health care system may arise.
  • The symptoms of coronavirus differ from a cold/flu in that coronavirus is often accompanied by fever and dry cough, but rarely by a dripping nose.

In the long run, the corona virus – like the already known flu – will occur worldwide. The individual risk of falling seriously ill in the event of an infection still seems to be low. However, we now know that an infection with the new virus poses a higher risk, especially for the elderly and people with chronic illnesses, and increasingly leads to severe disease progression.

State of Research:

The danger of an infection draws its threat mainly from the fact that no immunity to it yet exists in our species. A specific therapy or vaccination against the novel coronavirus is not currently available, but international research – among others between the Health Security Committee of the EU, the Global Health Security Initiative of the G7 and CEPI (Coalition for Epidemic Preparedness Innovations) – is working hard to develop a vaccine and research more about the virus.

09.04. | Corona-Virus: Das sollten Sexarbeiter*innen (und alle anderen) jetzt beachten

A. Das Corona-Virus in Deutschland

  • Gefährdung für die Gesundheit der allgemeinen Bevölkerung laut Robert-Koch-Institut: hoch
  • Gefährdung für die Gesundheit von Personen, die Risikogruppen angehören: sehr hoch
  • Zahl der bestätigten Infektionen in Deutschland: 108.202 Menschen 
  • Bisher bestätigte Todesfälle aufgrund von Corona in Deutschland: 2.107 Menschen

—> Täglich aktualisierte Fallzahlen in den Bundesländern und weltweit. 


B. Die Lage für Sexarbeiter*innen in Deutschland

Mitte März wurden in Deutschland sämtliche Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnlichen Einrichtungen geschlossen. Alle körpernahen, nicht medizinisch notwendigen Dienstleistungen sind laut Vorgabe der Bundesregierung derzeit untersagt. Viele Bundesländer und Städte haben darüber hinaus explizit jede Art von Prostitution verboten. Bei unserer Arbeit können wir keinen Abstand zu den Gästen halten. Deswegen ist das Risiko für eine Ansteckung für uns sehr hoch.

Wir verstehen das derzeit geltende Kontaktverbot so, dass deutschlandweit jegliche Art der Sexarbeit mit Kundenkontakt verboten ist. Der Berufsverband empfiehlt allen Sexarbeiter*innen in Deutschland körpernahe sexuelle Dienstleistungen vorübergehend einzustellen.

  • Im Falle eines Verstoßes gegen das derzeitige Prostitutionsverbot drohen Sexarbeiter*innen unverhältnismäßig hohe Bußgelder – der BesD spricht sich entschieden dagegen aus. Mehr hierzu in —> unserer Stellungnahme.
  • Der BesD hat erfolgreich eine Aufhebung des Übernachtungsverbots in Bordellen während der Corona-Zeit initiiert. Mehr hierzu in —> unserer Pressemitteilung.
  • Für Sexarbeiter*innen, die durch alle Netze fallen und keinen Anspruch auf staatliche Hilfen haben, haben wir den —> BesD Nothilfe Fonds ins Leben gerufen – unter “D. Finanzielle Hilfen” erfährst du mehr.

Wir wissen natürlich, dass viele Kolleg*innen über keine ausreichenden Rücklagen verfügen und auf die Einnahmen aus der Sexarbeit dringend angewiesen sind. Lies mehr unter “D. Finanzielle Hilfen”.

Falls du trotzdem keine andere Möglichkeit siehst und weiterhin Kund*innen persönlich triffst, ist es wichtig ein paar Tipps zu beachten um dein Risiko und das deiner Kund*innen zu vermindern. Lies mehr unter “E. Vorsichtsmaßnahmen”.


C. Was jetzt wichtig zu wissen ist

Wie auch andere Länder, versuchen wir in Deutschland derzeit in einer gesamtgesellschaftlichen Anstrengung und mit aller Kraft die Ausbreitung des Virus zu verzögern. Dadurch sollen einerseits Menschen, denen das Corona-Virus besonders schaden kann, geschützt werden und andererseits eine Überlastung des Gesundheitssystems möglichst vermieden werden. Es handelt sich  um eine ernst zu nehmende Situation.

Die gewonnene Zeit wird für die Entwicklung von Schutzmaßnahmen für besonders gefährdete Gruppen, die Erhöhung von Behandlungskapazitäten und die Entwicklung von antiviralen Medikamenten und Impfstoffen genützt.

  • Wir wollen selbst nicht krank werden.
  • Wir wollen nicht, dass unsere Kund*innen krank werden.
  • Wir wollen gemeinsam Menschen schützen, für die eine Ansteckung besonders gefährlich werden kann. Mit vielen arbeiten wir zusammen, leben wir zusammen, oder wohnen wir zusammen.

Insbesondere gefährdet sind Menschen, die:

  • eine chronische Krankheit haben (zum Beispiel Herzkreislauferkrankungen, Diabetes und Erkrankungen des Atmungssystems, der Leber und der Niere sowie Krebserkrankungen)
  • über 55 Jahre alt sind

Achte ebenfalls besonders auf dich, wenn du:

  • mit Menschen über 55 Jahren zusammenlebst
  • mit Menschen, die an chronischen Krankheiten leiden, zusammenlebst

Falls du dich krank fühlst, oder vermutest, dich angesteckt zu haben:

Wende dich telefonisch an ein Gesundheitsamt in deiner Region – egal ob du krankenversichert bist, oder nicht. Die Adressen und Telefonnummern der Gesundheitsämter findest du auf www.gesundheitsaemter-deutschland.de. Alternativ kannst du dich auch an die Hotline der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland, oder deine lokale Corona-Hotline wenden.

Zur Reduktion sozialer Kontakte:

Im Rahmen der Maßnahmen zur Beschränkung sozialer Kontakte sind die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland dazu angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Hier findest du die derzeit geltenden Leitlinien der Regierung. Bleibe nach Möglichkeit zuhause. 

Hygiene:

Es ist jetzt maßgeblich, eine gute Händehygiene zu praktizieren, eine Husten- und Niesetikette einzuhalten und enge Kontakte zu meiden. Hauptübertragungsweg der Viren ist die Tröpfcheninfektion. Diese kann direkt von Mensch-zu-Mensch über die Schleimhäute geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut oder Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden. Zur Prävention hilft es außerdem, so wenig wie irgendwie möglich ins eigene Gesicht zu fassen. In dieser Infografik finden sich die wichtigsten Hygienetipps.


D. Finanzielle Hilfen

Der BesD steht in engem Austausch mit Beratungsstellen sowie kommunalen und landesweiten Behörden. HIER findest du unsere ständig aktualisierte Übersicht zu den bundesweiten und bundeslandspezifischen finanziellen Hilfen für Sexarbeiter*innen.


Falls du keinen Anspruch auf Grundsicherung oder andere staatliche Hilfen hast und dich in einer Notsituation befindest: 

Wende dich an eine Beratungsstelle für Sexarbeiter*innen in deiner Stadt oder Region. Diese können dich an die richtigen Stellen weiterverweisen. Adressen und Telefonnummern vieler dieser Beratungsstellen findest du auf www.bufas.net/mitglieder

Sind sämtliche staatlichen Hilfen ausgeschöpft, können die Berater*innen für dich einen Antrag beim BesD Nothilfe Fonds stellen oder du kontaktierst selbst unser Team unter notfallfonds@besd-ev.de.

Es ist dabei egal, ob du angemeldet bist, oder welchen Aufenthaltsstatus du hast. Um Hilfe bei unserem Fonds zu beantragen, sind weder ein “Hurenpass” noch eine Mitgliedschaft beim BesD notwendig.


Mit einem Anteil von nicht krankenversicherten, nicht angemeldeten, bereits von Armut betroffenen Menschen, trifft es Sexarbeitende in der jetztigen Krise besonders hart. Viele der nicht in Deutschland ansässigen Sexarbeiterinnen haben in Bordellen übernachtet – seit deren Schließung sitzen sie von einem Tag auf den anderen auf der Straße und sind teilweise obdachlos. Sie können aktuell auch nicht in ihre Heimatländer zurück, es bestehen Einreisestopps und in den meisten Fällen fehlt ohnehin das Geld für eine ungeplante Reise.

Wir haben einen hohen Anteil an Menschen in der Sexarbeit, die von der Hand in den Mund leben. Es gibt einen Anteil an Beschaffungs- und Überlebensprostitution. Komplett fehlende Rücklagen und fehlender Anspruch auf staatliche Grundsicherung führen dazu, dass Menschen auch jetzt, während sich die Krise zuspitzt, weiterhin der Sexarbeit nachgehen müssen und auf der Straße oder über das Internet nach Kunden suchen. Die Ärmsten der Armen kämpfen um ihr Überleben. Sie benötigen finanzielle Soforthilfe, mit welcher Wohnraum und Ernährung sichergestellt werden können. In der jetztigen Lage darf kein Sexworker aus Gelddruck weiter arbeiten (müssen) und damit sich und andere gefährden!

Deshalb haben wir den BesD Nothilfe Fonds ins Leben gerufen. Alle Spenden gehen an Sexarbeitende, die nicht auf staatliche Hilfsfonds oder –darlehen Zugriff haben. Bitte folge DIESEM LINK oder klicke auf das Bild unten, um mehr zu erfahren oder zu unterstützen.


E. Vorsichtsmaßnahmen für Sexarbeiter*innen

Was Sexarbeiter*innen beachten sollten, die derzeit trotzdem keine andere Möglichkeit sehen, als jetzt noch Kund*innen persönlich zu treffen:

  • Nimm auf keinen Fall Kunden mit Schnupfen, Husten und anderen Erkältungssymptomen an. Wenn du bemerkst, dass ein Kunde Symptome hat, weise ihn oder sie ab.
  • Wasche Dir öfters mindestens 30 Sekunden gründlich die Hände mit Seife oder benütze notfalls ein antivirales Desinfektionsspray auf deinen Händen.
  • Sorge dafür, dass jeder Gast sich als erstes mindestens 30 Sekunden die Hände mit Seife wäscht oder notfalls ein antivirales Desinfektionsspray auf seinen Händen benützt.

F. Alternative Verdienstmöglichkeiten

Innerhalb der Branche bieten sich Webcamming, Phone und Direct Chats sowie der Verkauf von Adult Content (Fotos, Videos) auf Plattformen an, wo kein Körperkontakt stattfindet. Eine Auswahl von Plattformen sind zum Beispiel adultwork, streamate, Big7, my dirty hobby, onlymevip oder chaturbate, sexpanther und adulttime.

In unserem Mitgliederforum tauschen wir uns über alternative Verdienstmöglichkeiten aus und unterstützen uns gegenseitig. Hier kannst du den Mitgliedsantrag unkompliziert, anonym und online ausfüllen – wir haben auch eine kostenlose Schnuppermitgliedschaft.


G. Mehr Information

Auf diesen offiziellen Seiten finden sich die tagesaktuellen Informationen sowie alle derzeit verfügbaren Antworten zu Fragen rund um das Coronavirus und dem Umgang damit: Bundesregierung | Robert-Koch-Institut | www.infektionsschutz.de. In diesem Podcast informiert Christian Drosten, Leiter der Virologie in der Berliner Charité, täglich über neue Entwicklungen.

Unterschied zu Grippe und anderen Viren:

  • Im Gegensatz zu den saisonalen Grippeviren gibt es gegen das neue Corona-Virus noch keine Grundimmunität in der Bevölkerung.
  • Eine spezifische, gegen das Corona-Virus gerichtete Therapie oder Impfung steht derzeit noch nicht zur Verfügung.
  • Mehr Menschen können sich schneller anstecken.
  • Besonders gefährdete Gruppen sind weder durch Medikamente noch durch Impfung geschützt. 
  • Abhängig von der Verbreitung der Infektion, den vorhandenen Kapazitäten und den eingeleiteten Gegenmaßnahmen, kann es zu einer hohen Belastung des Gesundheitswesen kommen. 

Die Symptome des Coronavirus unterscheiden sich von einer Erkältung/Grippe insofern, als Coronavirus oft mit Fieber und trockenem Husten einhergeht, jedoch eher selten mit tropfender Nase.

Auf Dauer wird der Corona-Virus – so wie die bereits bekannte Grippe –  weltweit auftreten. Die individuelle Gefahr, im Falle einer Infektion schlimm zu erkranken, scheint nach wie vor niedrig zu sein. Doch wir wissen mittlerweile, dass eine Infektion mit dem neuen Virus besonders für alte Menschen und Menschen mit chronischen Erkrankungen ein höheres Risiko darstellt und vermehrt zu schweren Krankheitsverläufen führt.

Stand der Forschung:

Die Gefahr einer Infektion zieht ihre Bedrohlichkeit vor allem aus der Tatsache, dass noch keine Immunität in unserer Spezies dagegen existiert. Eine spezifische, gegen das neuartige Coronavirus gerichtete Therapie oder Schutzimpfung steht derzeit nicht zur Verfügung, doch in der internationalen Forschung – unter anderem zwischen Health Security Committee der EU, Global Health Security Initiative der G7 und CEPI (Coalition for Epidemic Preparedness Innovations) – wird mit aller Kraft an der Entwicklung eines Impffstoffs und an der Erforschung des Virus gearbeitet.

“Wir waren nie so stark wie jetzt” – neue Posten und Verantwortlichkeiten beim BesD

Nach dem Besuch der Mitgliederversammlung des Berufsverbandes für erotische und sexuelle Dienstleistungen fasste unsere politische Sprecherin Johanna Weber auf der Heimreise ihre Eindrücke in Worte. Danke dafür! 

Ich sitze im ICE auf dem Rückweg von der Mitgliederversammlung des Berufsverbandes nach Hause. Ich habe lange einfach nur aus dem Fenster geschaut. Und langsam dämmert es mir, was wir in den letzten drei Tagen Großartiges erreicht haben.

Nie waren wir so breit aufgestellt.

Wir waren so viele Teilnehmende, dass unsere Unterkunft für die Letzten nur noch Matratzenlager in der Scheune einrichten konnte. Aber das spielte keine Rolle. Es war überwältigend, wie sachlich und konzentriert alle gearbeitet haben.

Damit dieser Schwung dann auch wirklich umgesetzt und vorangebracht werden kann, braucht es Menschen, die das nicht ehrenamtlich, sondern beruflich machen.

Ohne Geld läuft nichts. Und daran wollen wir nicht scheitern. Wir haben eine neue Angestellte, die sich auch um Mittelbeschaffung und Finanzen kümmert. Tamara aus Leipzig hatte uns schon beim letzten Hurenkongress unterstützt, und die Zusammenarbeit mit den beiden anderen Angestellten klappt hervorragend.

Undine de Rivière aus Hamburg wird auch weiterhin für den BesD vor Kameras und Micro treten. Und wir haben für die aktive Pressearbeit Verstärkung bekommen.  Susanne alias Hauptstadtdiva aus Berlin bringt sehr viel Erfahrung mit und betreut bei einer großen Werbeplattform für Sexarbeitende das Online-Magazin.

Politische Sprecherin bin ich selber. Ich sehe mich dabei zum größten Teil als Koordinatorin für die ganzen Einzelaktionen, die von anderen Mitgliedern gemacht werden. In den einzelnen Bundesländern bilden sich gerade sehr aktive politische Keimzellen. Auch sehe ich mich als Motor, Kolleginnen zum Aktivwerden zu motivieren und die passenden Personen für die verschiedenen Anfragen oder Aktionen zu finden.

Der Vorstand wurde von drei auf fünf Personen aufgestockt. Noch nie gab es im BesD auch nur einen ansatzweise so starken und breit gefächerten Vorstand wie jetzt.

Lucy aus Frankfurt – 30 Jahre Sexarbeit jeder Art.
Michael aus Freiburg – 10 Jahre Sexarbeit, Tantra-Massage.
Susanne aus Berlin – 10 Jahre Sexarbeit jeder Art.
Nicole aus Trier – 18 Jahre Sexarbeit, Straße und Wohnwagen.
Johanna aus Berlin – 15 Jahre Sexarbeit, Bordell und Bizarrstudio.

Auch im Bereich Kommunikation beim BesD passiert einiges. Wir haben einen neuen Zuständigen für die IT. Martin aus Köln – ich soll ihn ja nicht Webmaster nennen – etabliert dort gerade einen Sexarbeits-Stammtisch.

Es gibt nun zwei Zuständige für Mediation. Interne Unstimmigkeiten innerhalb des immer größer werdenden Verbands sollen in Zukunft professionell angegangen werden – und uns nicht schwächen.

Die anderen Positionen bleiben wie gehabt – Motto: Never change a winning team. Ich freue mich und fühle mich stark!

Nie war alles so klar.

Das schwedische Modell ist kein Erfolgsmodell. Und nie war so klar, dass wir – trotz aller Verschiedenheiten – nur gemeinsam gegen die Überlegungen zur Einführung des Schwedischen Modells in Deutschland antreten können.

Wir waren nie so stark wie jetzt.

Presseeinladung: Alle Infos zur Sexwork-Messe am 17.08.2019 in Berlin

Auf der World of Whorecraft-Messe am 17. August in Berlin sind neben den Teilnehmer*innen des vorangehenden Hurenkongresses auch Nicht-Sexarbeiter*innen und generell die interessierte Öffentlichkeit willkommen. HIER FINDEN SIE DAS MESSE-PROGRAMM, sowie den Lageplan innerhalb der Location.

Wann startet die Messe und wie komme ich dort hin?

Die World of Whorecraft-Messe läuft von 11:00 bis 18:00 Uhr und findet in der Eventlocation „SUPERMARKT“ in der Holzmarktstraße 66, 10179 Berlin statt. Sie erreichen uns am einfachsten über die direkt gegenüberliegenden S-Bahn Station Jannowitzbrücke.

Ist meine Anwesenheit als Journalist*in, Blogger*in, Vlogger*in auf der Messe überhaupt erlaubt?

Nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht! Medienschaffende haben am Messetag eine einmalige Gelegenheit, mehr zu dem Berufsfeld der Sexarbeit direkt von den darin tätigen Menschen zu erfahren, Hintergrundrecherche zu betreiben und mit Sexarbeiter*innen direkt ins Gespräch zu kommen. Kommen Sie einfach zu Beginn beim Presse-CheckIn vorbei (siehe nächste Frage). Sie können als Berichterstatter*in im übrigen wie alle anderen Besucher*innen an der Messe teilnehmen und sämtlichen Programmpunkten beiwohnen.

Gibt es die Möglichkeit, sich für die Messe als Journalist*in akkreditieren zu lassen?

Bitte wenden Sie sich bei Ankunft an den Presse-CheckIn am Eingang – Sie erhalten nach Vorlage ihres Presseausweises kostenfreien Eintritt sowie einen Stempel. Falls Sie über die Messe berichten wollen, aber keinen Presseausweis besitzen, wenden Sie sich zur Klärung an die Betreuerin oder den Betreuer des Presse-CheckIns. Diese oder dieser hilft Ihnen auch gerne mit grundlegenden Informationen zur Veranstaltung einen Überblick zu gewinnen und steht Ihnen, soweit möglich, auch bei der Vermittlung eines Interviewpartners oder einer Interviewpartnerin bei.

Darf ich einen Fotografen/eine Fotografin mitbringen, oder selbst Fotos machen?

Bitte beachten Sie dabei unsere Fotorichtlinien: Auf der Messe herrscht generelles Fotoverbot. Ausnahmen müssen persönlich mit Interviewpartner*innen besprochen werden und keine Fotos dürfen Personen beinhalten (auch nicht im Hintergrund), die dazu nicht ihr ausdrückliches Einverständnis gegeben haben. Über solche persönlichen Vereinbarungen hinausgehend, stehen Ihnen von 11:00 bis 12:00 an einer vor Ort ausgewiesenen Stelle mit entsprechendem Hintergrund Messe-Teilnehmer*innen für Fotos zur Verfügung.

Sie haben noch Rückfragen?

Bitte schreiben Sie uns per E-Mail an presse@besd-ev.de oder melden Sie sich telefonisch bei unseren Messe-Organisatorinnen Charlie Hansen (0152 – 0461 7464) oder Tamara (0179 41 67883).

Event tip for sex workers* and allies: the Whore Congress & Sex Work Fair in Berlin

TLDR:

A safe space for exchanging experiences and learning from each other

In general society and the media, sex work and those associated with the industry often have a “dirty”, “perverted” or even dangerous reputation. A lot of sex workers* therefore struggle with prejudices and stigma and many feel they have to conceal their choice of work from friends or family. From the 15th to 17th of August the BesD e.V. – the sexworker-led Association for Sexual and Erotik Services based in Germany – invites collegues* of all working fields, genders and nations to the German capital to celebrate the annual Whore Congress and the brand-new Sex Work Fair together.

The first two days are strictly sex worker only – only those who are or were active in erotic or sexual services are welcome to participate in the Congress. With the workshops on the 15th and a barcamp on the 16th we strive to offer plenty of space for spontaneous content, for getting to know each other and for strenghtening our personal and professional networks.

A unique opportunity for networking among sex workers*

Our workshop leaders* are all sex workers* themselves and will share tricks, tips and experiences of all kinds. Some of the workshops will be in German, some in English, some bilingual – as last year, many international colleagues are expected to join in at the Congress. Whether it is “Professional BDSM for beginners” by London dominatrix Cass Traitor, “Cyber-Security for Sex Workers” by activist Lara, “Fighting Burn-Out through Self Love” by body-worker Dion de Rossi or “Intimate Massage“ by tantra professional Flora – all our workshop topics explicitly address people working in sex work and their specific needs.

The congress is also an opportunity to discuss and educate yourself about complex topics: For example there will be a special workspace for discussing the needs of transgender/transsexual/non-binary/genderqueer people in sex work and TAMPEP- coordinator Anastacia Ryan will lead a discussion on the impact of anti-trafficking measures on migrant sex workers.

Nothing About Us Without Us

The World of Whorecraft – Sex Work Fair on the 17th of August is open to the public. Interested visitors have the opportunity to inform themselves beyond media reports – about the industry, the Whores’ Rights Movement and the needs and issues of sex workers*.

Sex workers* and their supporters will be introducing the relevant issues in and different aspects of their work at information stands, workshops, readings and keynote lectures. In addition to the BesD, other sex work associations, counseling centers and networks will be informing about the political and social challenges sex workers are facing in Germany and internationally.

Solidarity: Connecting, uniting, taking action together

The Sex Work Fair will be joined by collegues* and allies from all over the world – for example the sexworker movement SWARM from London, the Black Sex Worker Collective from New York, Wild Thing from Amsterdam and the europe-wide ICRSE network.

Additionally you can look forward to various performances, spaces devoted to art, film, academical research and much more. Industry-relevant suppliers, such as the queer sex shop Other Nature, will also be found at the fair.

Since some sex workers* unfortunately cannot afford travel, ticket costs or a loss of earnings, we are still looking for event sponsors* who would like to enable marginalised colleagues* to participate in the congress and the Sex Work Fair. Click here for more information on sponsoring possibilities.

The final programme will be published on the website www.worldofwhorecraft.de.

World of Whorecraft-Messe 2019: Sexarbeiter*innen informieren rund um ihren Beruf

Wer immer schon mehr über Sexarbeit und die darin tätigen Menschen erfahren wollte, sollte sich den 17. August rot im Kalender anstreichen: Denn nächsten Monat lädt der Berufsverband für sexuelle und erotische Dienstleistungen Sexarbeiter*innen zum jährlichen „Hurenkongress“ in die Hauptstadt ein. Die Teilnahme am Kongress steht wie schon letztes Jahr ausschließlich aktiven und ehemaligen Sexworkern offen, doch am anschließenden Messetag sind alle Interessierten willkommen.

In der Gesellschaft und den Medien haftet der Sexarbeit oft ein „schmuddeliger“, „perverser“ oder gar gefährlicher Ruf an. Kein Wunder also, dass Menschen, die aktiv im Erotikgewerbe tätig sind oder waren, sich oft mit jeder Menge Vorurteilen herumschlagen müssen. Mit dem Hurenkongress bietet der Berufsverband Sexarbeiter*innen eine in Deutschland einmalige Gelegenheit für Austausch, Netzwerken und Weiterbildung. Auf der World of Whorecraft-Messe am 17. August haben dann auch alle interessierten Besucher*innen die Gelegenheit, Sexworker aus allen möglichen Bereichen der Branche selbst zum Thema sprechen zu hören und sich eine eigene Meinung zu dem umstrittenen Berufsfeld und den den darin tätigen Menschen zu bilden.

Da sich einige Sexarbeiter*innen leider keine Reise- oder Ticketkosten, beziehungsweise einen Verdienstausfall leisten können, sucht der Berufsverband noch nach Veranstaltungssponsor*innen, die die Teilnahme marginalisierter Kolleg*innen am Kongress ermöglichen und die Messe-Veranstaltung unterstützen wollen (mehr Infos hier). Zu den bisherigen Sponsor*innen zählen unter anderem die Deutsche Aids-Hilfe, die Autorin Anna Basener sowie das Dienstleistungsportal kaufmich.com.

Besucher*innen der World of Whorecraft-Messe erwartet ein buntes Programm: Sexworker und ihre Unterstützer*innen zeigen im Rahmen von Infoständen, Workshops, Filmen, Lesungen und Keynote-Vorträgen die vielfältige Welt der Sexarbeit. Neben dem BesD informieren auf der Messe auch andere Sexarbeits-Vereinigungen und Netzwerke über die politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen für Sexarbeitende in Deutschland. Zum Beispiel die Aktivist*innen von Sexarbeit ist Arbeit, die mit ihrem aktuellem Projekt „Strich/Code/Move“ eine Brücke zwischen Politik und Kunst schlagen.

Viele internationale Kolleg*innen, zum Beispiel von der Sexworker-Bewegung SWARM aus London oder dem Black Sex Worker Collective aus New York, werden auf dem Berliner Event erwartet. Unterschiedlichste Beratungs- und Anlaufstellen (unter anderem bufas e.V., Hydra, smartberlin und ragazza) sind mit eigenen Messeständen vertreten.

Auch branchenrelevante Anbieter, wie beispielsweise der queere Sexshop Other Nature, sind vor Ort zu finden. Des Weiteren geplant sind Performances, ein Kino&Film-Bereich, ein eigener Kunst-Bereich u.a. in Kooperation mit der Ausstellung „Objects of Desire“, ein Space für Forscher*innen (einige davon Teil des europaweiten ICRSE-Netzwerk) und vieles mehr – das finale Programm wird in Kürze auf der Website www.worldofwhorecraft.de veröffentlicht.Pressekontakt:

messe@worldofwhorecraft.de | +49 152 04617 464 (Charlie Hansen, Messe & Kongress) | presse@besd-ev.de (Lilli Erdbeermund, Redaktion)